Nippes: Mehr Sicherheit auf dem Erzbergerplatz
Der Erzbergerplatz war ein Juwel des Kölner Städtebaus. Bis er von Autos zugeparkt wurde und die Bäume eingingen. Jetzt soll sein alter Glanz neu aufpoliert werden: mit „freien Ecken“ für sicheres Queren der Fahrbahn und mit Stellplätzen für Fahrräder.
 
 
Im dicht besiedelten Stadtteil Nippes sind Grünflächen und Erholungsorte selten. Der Erzbergerplatz bietet eine schöne Ausnahme mit Spielplatz, Sitzmöglichkeiten und einigen Beeten. Geplant und gebaut wurde der Platz Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen von Fritz Encke. Nach seinem Credo sollten „neue Grünanlagen Licht und Luft in Stadtbild bringen“, wie es später hieß. Genau dies ging über die Jahrzehnte verloren, so dass zuletzt auch die Flächen zwischen den Bäumen auf dem Platz als Parkplätze für Pkw missbraucht wurden. Darunter litt nicht zuletzt auch die Sicherheit der auf dem Platz spielenden Kinder.

In mehreren Schritten hat nun die Stadt die Verkehrsflächen um den Platz so umgestaltet, dass ihn mehr Menschen gleichberechtigt nutzen können. Die früheren Betonpoller, die Platz für Pkw ließen, wurden entfernt und durch Rohrzaunbügel ersetzt. So werden die empfindlichen Bäume geschont und es konnten etliche Bäume neu angepflanzt werden. Für einen sicheren Übergang wurden „freie Ecken“ eingerichtet und durch Fahrradabstellmöglichkeiten ergänzt. Gerade die Fahrradanlagen erlauben ein besseres Queren der Fahrbahn, da sie ein weit besseres Blickfeld belassen als durch abgestellte Pkw. Diese finden sich auch in der Mitte des Platzes, wo es einen weiteren Ausgang vom Spielplatz gibt.

Besonders deutlich werden die Verbesserungen an der Nordseite des Platzes, der einen wichtigen Übergang bildet zum Nippeser Tälchen und dem Wasserspielplatz. Hier sind nun beidseitig Bügel für Fahrräder angebracht. Die verbliebenen Stellplätze für Pkw sind deutlich markiert und stark reduziert.

Insgesamt wirkt der Platz durch die Umbauten offener und freundlicher. Er kommt damit in seinem Erscheinungsbild wieder näher an das ursprüngliche Nutzungskonzept. Positiv bemerkbar wird dies auch für die Anwohnenden, da durch mehr grün und weniger Parkblech gerade in den heißen Kölner Sommern die Lebensqualität steigen wird.
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