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Wo kann ich mein Fahrrad reparieren lassen, bekomme eine gute Beratung und unterstütze auch noch Menschen, die sonst wenig Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt haben? Bei den Radstationen.
In Köln gibt es zwei Radstationen, nämlich die Radstation am Hauptbahnhof (Breslauer Platz) und die Radwerkstatt am Bahnhof Süd; die Radstationen sind in der Trägerschaft des Sozialvebandes IN VIA. Sie sind Meisterwerkstätten und jede*r kann dort sein bzw. ihr Rad reparieren lasse. Hier geht es zur Homepage. Fahrradstation ist ein ungeschützter Begriff, hinter dem sich höchst Unterschiedliches verbergen kann. Daher hat der ADFC NRW die Marke „Radstation“ entwickelt, die klare Mindeststandards garantiert. Folgende Dienstleistungen finden Kunden unter dem blau-gelben Schriftzug „Radstation“ in jedem Fall: bewachtes und witterungsgeschütztes Fahrradparken, Fahrradservice (mindestens einfache Reparaturen wie z. B. „Plattfuß“, Licht etc.) und Fahrradvermietung. Jetzt übergibt der ADFC NRW die Marke an das Ministerium für Umwelt, Natur und Verkehr (MUNV) Nordrhein-Westfalen. Mehr Infos dazu gibt es hier. Welchen Service bieten die Radstationen? Der Reparaturservice steht für die meisten Kund:innen natürlich ganz oben an. Dazu gehören aber auch viele Menschen, die in der Nachbarschaft leben oder arbeiten. Falls die Reparatur einmal länger dauert, bekommt man für die Zeit ein Leihrad gestellt. Außerdem schätzen Pendler*innen die Möglichkeit, einen der 900 sicheren und trocknen Stellplätze an der Radstation am Hauptbahnhof zu nutzen, denn so klappt der Umstieg vom Auto auf die Bahn besser. Und in der Not gibt es dort auch hochwertige Leihräder zu mieten. An der Radstation am Hauptbahnhof sieht man aber auch häufig Touristen, die dieses Angebot nutzen und „Köln by bike“ erkunden. Die (finanziellen) Bedingungen aller Angebote kann man hier nachlesen. Der Aspekt „soziales Engagement“ Den Bereich „Radstationen und Fahrradmobilität“ leitet Luca Cappellazzo. Sein beruflicher Werdegang: Nach Ausbildung und Berufstätigkeit hat er den Abschluss als Zweiradmechaniker-Meister erworben. Er koordiniert bei IN VIA u. a. alle Aktivitäten in beiden Stationen ist für knapp 30 Mitarbeitende bzw. Teilnehmende der Qualifizierungsprojekte verantwortlich. Für ihn geht es nicht nur um das Reparieren von Rädern, sondern etwa 20 Menschen ohne Perspektive auf dem regulären Arbeitsmarkt bekommen bei IN VIA Unterstützung und aktive Begleitung bei der Integration oder dem Einstieg ins Berufsleben. Und das in einem wachsenden, zukunftssicheren Markt rund um Fahrradmobilität in Köln. Auf die Frage, warum er sich als Zweiradmechniker für einen Sozialverband entschieden hat und nicht für einen gewerblichen Arbeitgeber, antwortet Luca Cappellazzo, ein entscheidendes Argument sei das soziale Engagement von IN VIA gewesen. Er wolle Menschen helfen, dass sie ein erfülltes Leben leben und dass sie auch den Einstieg in den Arbeitsmarkt meistern. Dazu passt, dass einige der gebrauchten Leihräder aufgearbeitet und für den kleinen Geldbeutel verkauft werden. Nachhaltigkeit und Klimaschutz Mit den Angeboten rund ums Fahrrad leistet IN VIA einen umfassenden Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Mobilität in Köln. Und damit es nicht nur bei schönen Worten bleibt, wird auch so gehandelt.: Bei der Reinigung der Fahrräder nutzen wir ausschließlich Bio-Reiniger der deutschen Firma Atlantic. Die Fahrradreinigung findet im Außenbereich in einem geschützten Bereich statt, so dass keinerlei umweltschädliche Stoffe in die Umwelt gelangen können. Alte Reifen werden über dieses Projekt mit dem Hersteller Schwalbe recycelt. Unsere Schläuche holt der Kölner Designer Jonas Schumacher regelmäßig ab, um damit Recycling-Möbel seiner Firma Reditum zu bauen. Unsere Radwerkstatt bezieht bereits seit Mitte 2022 Ökostrom, unsere Radstation am Kölner Hbf seit Anfang 2025. |
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