Aktive im ADFC vorstellen: Brigitte Reimes
Brigitte vertritt den ADFC und die Interessen der Radfahrenden im Stadtbezirk Nippes am „Runden Tisch Radverkehr“ der Bezirksvertretung Nippes. Und sie hat viele Wünsche für den Verkehr in Köln.
 
 
Wann bist du in den ADFC eingetreten bzw. seit wann engagierst du dich aktiv? Was war deine Motivation, einzutreten bzw. dich zu engagieren? 

Ich bin 2017 in den ADFC eingetreten. Der Auslöser mich zu engagieren war ein Gespräch mit Lisa bei der Pop UP Bikelane bei „Ring frei“. Sie hatte mich eingeladen mir die Radverkehrsgruppe einmal anzuschauen. Beim ersten Treffen wurde ich direkt mit dem Auftrag betraut, ein Bürgerbegehren in der Bezirksvertretung Ehrenfeld zur Reduzierung von Parkplätzen vorzutragen.
Meine Motivation besteht im Grunde darin, dass ich denke, jeder Mensch sollte seinen Beitrag dazu leisten, diese Erde zu erhalten. Und der Ausbau des Radverkehrs ist nun mal für Köln die einzige Möglichkeit, wirkungsvoll und kostengünstig die Co2 Emissionen im Verkehrssektor zu senken. Außerdem fahre ich einfach gerne Fahrrad.
 
Welche Aufgaben hast du übernommen? Warum gerade diese?
Ich vertrete den ADFC im „Runden Tisch Radverkehr Nippes“ und nehme regelmäßig am Treffen der Radverkehrs Gruppe teil. Wenn ich Zeit habe, beteilige ich mich an Aktionen des ADFCs, beispielsweise dem Parking Day oder dem „Tag des guten Lebens“. Die Begründung ist ganz pragmatisch, ich wohne in Nippes und bisher hat sich niemand anderes gemeldet.
 
Was wünschst du dir, was in der näheren (Fahrrad)Zukunft und beim ADFC neues/anderes passieren sollte?
Der ADFC Köln ist spitzenmäßig organisiert und leistet meines Erachtens hervorragende Arbeit.
- Ich würde mir wünschen, dass der Frauenanteil unter den Aktiven ansteigen würde.  
- Für den Radverkehr in Köln wünsche ich mir natürlich einen viel schnelleren Ausbau einer sicheren und durchgängigen Radinfrastruktur.
- Als ersten Schritt würde ich mir wünschen, dass die Politik für die entsprechende Personalausstattung an den relevanten Stellen sorgt.
- Außerdem würde ich mir wünschen, dass der Radverkehr Berücksichtigung bei allen Verkehrsplanungseinheiten der Stadt Köln findet. Dass bei der Sanierung einer Rheinbrücke der Radverkehr vergessen wird, darf einfach nie wieder vorkommen.
- Außerdem sollte die Politik davon Abstand nehmen Gelder für Großprojekte wie den U-Bahn-Tunnel zu vergeben und stattdessen den Autoverkehr kostengünstig aus der Innenstadt und den Subzentren aussperren.
Wenn man Köln mit anderen europäischen Städten vergleicht, hängen wir in Punkto lebenswerte Innenstadt/lebenswerte Veedel ganz weiter hinterher. 
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club
Kreisverband Köln
Mauritiussteinweg 11
50676 Köln 
 
E-Mail: mail@adfc-koeln.de
www.adfc-koeln.de